VASEKTOMIE

 

Frage & Antwort

 

Für wen kommt die Vasektomie in Frage?

 

Für jene Männer, die ihre Familienplanung definitiv abgeschlossen haben. In Österreich beträgt das Mindestalter 25 Jahre.

 

Wie sicher ist die Vasektomie?

 

Die Vasektomie stellt die sicherste und modernste Methode zur Schwangerschaftsverhütung beim Mann dar.

 

Werden die Erektionsfähigkeit oder Orgasmusfähigkeit beeinflusst?

 

Da es sich bei der Unterbindung der Samenleiter um keinen Eingriff in den Hormonhaushalt handelt, sind keine Änderungen der Erektionsfähigkeit oder der Orgasmusfähigkeit zu erwarten.

 

Was passiert mit den Samenzellen?

 

Die Spermien können nicht mehr weitergeleitet werden, da die Verbindung zwischen Hoden bzw. Nebenhoden und Harnröhre also die Samenleiter durchtrennt werden. Die Spermien werden in der Folge vom Körper resorbiert. Der Hoden selber verliert daher seine  Zeugungsfähigkeit nicht.

 

Wird das Ejakulat (der Samenerguss) verändert?

 

Da die Spermien nur einen geringen Anteil am Ejakulat haben, wird dieses kaum verändert. Es enthält zwar keine Spermien mehr, ist aber im Volumen, Geruch, Aussehen und Geschmack unverändert.

 

Kann die Vasektomie rückgängig gemacht werden?

 

Sollte doch wieder ein Kinderwunsch bestehen, so kann die Durchtrennung der Samenleiter mit einer speziellen mikrochirurgischen Operationsmethode rückgängig gemacht werden.

 

Die Erfolgsrate dieser Operation liegt bei ca. 70-80%. Sollte dies jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führen, besteht immer noch die Möglichkeit Spermien operativ direkt aus dem Hoden/Nebenhoden zu isolieren, damit diese für eine künstliche Befruchtung zur Verfügung stehen. Die Kosten werden jedoch für keine dieser Methoden von der Krankenkasse übernommen.

 

Technik der no scalpel vasectomy:

 

Die no-Scalpel Technik erfolgt ambulant und in lokaler Betäubung. Der Operateur sucht mit den Fingern die Samenleiter auf. Es erfolgt dann eine lokale Betäubung der Haut und des Samenleiters. Mit einem speziellen Instrument können nun die Hautfasern auseinandergedrängt werden. Es erfolgt also kein Hautschnitt und somit kann das Risiko einer Blutung gesenkt werden. Der Samenleiter wird nun mit einer Spezialklemme gefasst. In weiterer Folge wir der Samenleiter durchtrennt, wobei 1-3 Zentimeter des Samenleiters entfernt werden.

 

Die beiden Samenleiterenden werden nun mit einem Elektrokauter versiegelt. Gegebenenfalls erfolgt eine weitere Unterbindung mit einem nichtauflösbaren Faden und beide Samenleiterenden werden zusätzlich durch eine Bindegewebsschicht in zwei verschiedene Kompartimente gebracht. Dies soll ein Wiederzusammenwachsen des Samenleiters verhindern. Danach werden die Samenleiterenden zurückpositioniert. Eine Hautnaht ist überflüssig.

 

Wie lange dauert der Eingriff und was muss ich danach beachten?

 

Der Eingriff der Vasektomie dauert ca. 20 Minuten. Danach sollten sie sich für 24 Stunden körperlich schonen. Per Gesetzt gelten Sie obwohl die Operation zwar nur in lokaler Betäubung erfolgt ist, für 24 Stunden als nicht verkehrstauglich. Daher sollten in dieser Zeit weder Fahrzeuge noch gefährliche Maschinen bedient werden und auch vom Treffen wichtiger Entscheidungen sollte Abstand genommen werden.

 

Sind weitere Untersuchungen nach der Vasektomie notwendig? Ab wann bin ich zeugungsunfähig?

 

Weitere Untersuchungen sind unabdingbar. In 4-6 wöchentlichen Intervallen werden solange Samenproben begutachtet, bis nachgewiesen werden kann, dass kein einziges Spermium mehr vorhanden ist. Erst dann ist die Zeugungsunfähigkeit gegeben.

 

Dies kann in der Regel nach 4 Monaten erreicht werden. In seltenen Fällen kann es aber auch bis zu 9 Monaten dauern.

 

Kann es sein, dass ich trotz Vasektomie unabsichtlich wieder zeugungsfähig werde?

 

Durch ein einseitiges oder beidseitiges Zusammenwachsen des Samenleiters kann es sehr selten zu einer erneuten Zeugungsfähigkeit (0,5-0,8%) kommen.

 

Zu welchen Komplikationen kann es während der Operation kommen?

 

Wie bei jedem operativen Eingriff kann es auch bei der Vasektomie zu Komplikationen kommen. Sollten diese auftreten sind diese in der Regel harmlos und nur von kurzer Dauer. Beim Auftreten von schwerwiegenden Komplikationen können Sie uns selbstverständlich jedoch sofort kontaktieren.

 

Tabelle: deutliche geringere Komplikationsrate der bei Woman & Health angewendeten Methode
no scalpel vasectomy):

 

Hämatom(Bluterguß)/Infektion nach Vasektomie

 

no scalpel vasectomy - deutlich geringere Komplikationsrate durch diese neue Methode der Sexualmedizin

 

·     adaptiert nach Labrecque M. et al. BMC Medicine 2004:2:21:1-12

 

Erhalt der Zeugungsfähigkeit trotz Vasektomie

 

Kommt sehr selten vor. Bei der von Woman & Health durchgeführten Methode nur in 0-1,2% der Fälle. Die klassischen Methode mittels Ligatur und Herausschneiden des Samenleiters weist eine höhere Rate von 0,5-12,7% auf.

 

Die Vasektomie ist ein einfacher und kurzer chirurgischer Eingriff (ohne Skalpell), der unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird.

 

Sie bringt für den Mann keine wie auch immer spürbare Veränderung mit sich – weder körperlich noch sexuell!

 

Bei dieser äußerst sicheren Verhütungsmethode werden die Samenleiter unterbunden. Da das Ejakulat zu rund 95% aus Prostataflüssigkeit und nur zu 5% aus Samenzellen besteht, hat diese Maßnahme keinen sichtbaren oder spürbaren Einfluss auf den Samenerguss – und auch keinerlei Auswirkungen auf die männliche Potenz und die sexuelle Lust!

 

Die Samenzellen werden in den Hoden gebildet, reifen heran und sammeln sich in den Nebenhoden, wo sie bis zur Befruchtungsfähigkeit weiterreifen. Durch die Samenleiter kommen sie zur Samenblase und zur Prostata, wo sie sich mit der Samenflüssigkeit verbinden. Bei der Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt/unterbunden. Auf diese Weise wird der Weg der Samenzellen blockiert, die nun nicht mehr zur Samenflüssigkeit in der Samenblase gelangen können.

 

Etwa 16 Wochen nach der Operation ist die Samenflüssigkeit frei von Samenzellen und der Mann damit nicht mehr zeugungsfähig. Dennoch werden in den Hoden auch weiterhin Samenzellen gebildet, in den Nebenhoden jedoch von körpereigenen Zellen laufend wieder abgebaut. Eine merkbare Veränderung des Samenergusses (Menge, Beschaffenheit) findet dadurch nicht statt!

 

Die Unterbrechung der Samenleiter hat keinerlei Einfluss auf die Hormonproduktion, die Erektionsfähigkeit, die Potenz, das Lustgefühl und die Liebesfähigkeit!

 

 

Haben Sie Fragen dazu?

Wir beraten Sie gerne in unserer Urologen Praxis in Baden bei Wien!