VASEKTOMIE

 

SAMENLEITERUNTERBINDUNG – STERILISATION DES MANNES

 

 

Die Vasektomie ist die sicherste und modernste Form der Schwangerschaftsverhütung für den Mann. Da es durch den Eingriff zu keiner hormonellen  Veränderung kommt, werden weder Potenz, noch Lustempfinden oder Orgasmus durch die Vasektomie beeinträchtigt. Es wird nur die Beimengung von Samenzellen zum Ejakulat verhindert.

Die Samenflüssigkeit besteht zu 95% aus Sekreten der Vorsteherdrüse (Prostata) und der Samenblasen, sodass auch der Samenerguss nach der Vasektomie unverändert bleibt. Weder im sexuellen Erleben des Mannes, noch für die Partnerin ist ein Unterschied spürbar. Die meisten Männer berichten vielmehr, dass sie ihre Sexualität nach der Vasektomie – ohne die Sorge einer ungewollten Schwangerschaft – wesentlich freier und somit auch lustvoller erleben können.

 

Grundsätzlich ist die Samenleiterunterbindung eine einfache – und auch kostengünstige - Methode zur dauerhaften Empfängnisverhütung. Bereits nach kurzer Zeit ist die Vasektomie „günstiger“ als die laufende Verordnung einer Pille oder anderer Verhütungsmittel für die Frau. Auch im Vergleich zur Tubenligatur (Eileiterunterbindung) der Frau ist der Eingriff  schonender und mit deutlich weniger Risiko verbunden.

Den Entschluss zur dauerhaften Sterilisation sollten jedoch nur jene Männer/Paare fassen, die die Familienplanung bereits abgeschlossen haben. Zudem beträgt das gesetzliche Mindestalter in Österreich 25 Jahre.

Rein technisch wird bei der Vasektomie in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) der Samenleiter am Ansatz des Hodensackes (knapp neben der Peniswurzel) unter der Haut getastet, danach die Haut über dem Samenleiter geöffnet und dieser dann so umgebogen, unterbunden und  durchtrennt, dass der Samentransport für immer unterbrochen bleibt.

 

Die „Öffnung“ der Haut kann mit einem Skalpell oder einer scharfen Klemme (no scalpel vasectomy – ohne-Schnitt-Operation) erfolgen. Die „No Scalpel Vasectomy“ wurde in den 1970-er Jahren in China entwickelt und gilt heute als die modernste Art der Vasektomie. Da sie aber von den Operateuren eine solide Ausbildung und viel Training erfordert, wird die No Scalpel Vasectomy nicht überall durchgeführt. In meiner Ordination wird diese Methode seit mehr als 12 Jahren angewandt.

 

Für die Patienten selbst liegt der grundlegende Unterschied der No Scalpel Methode im Hautschnitt. Ohne Messer kommt es zu einem geringeren Blutungsrisiko. Dadurch kann auch meist auf eine Hautnaht verzichtet werden.

Nach dem Tasten der Samenleiter wird mit einer extrem dünnen Nadel das lokale Betäubungsmittel unter die Haut des Hodensacks gespritzt, der Einstich ist kaum spürbar. –danach werden die beiden Samenleiter durchtrennt, ein Stück von ca. 2cm Länge weggeschnitten und die beiden Samenleiterenden mit spezieller Nahttechnik unterbunden bzw. kauterisiert (mit Strom verschorft). Siehe Abbildung unten.

 

Die Vasektomie ist bei abgeschlossener Familienplanung eine Möglichkeit zur dauerhaften Empfängnisverhütung.Samenleiterunterbindung - Sterilisation des Mannes als Empfängnisschutz.

 

Bereits am nächsten Tag kann wieder geduscht werden und auch die meisten Berufe können am Tag nach der Vasektomie wieder ausgeübt werden. Nach dem Eingriff befinden sich Samenzellen noch für ca. 3-4 Monate im Ejakulat, daher erfolgt eine Kontrolle frühestens 2 Monate nach dem Eingriff.

Die Vasektomie ist ein ausgesprochen komplikationsarmer Eingriff, nur sehr selten kommt es zu einem Bluterguß in der Haut oder einer leichten Schwellung.

 

 

 

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Urologen Wien: Dr. Gerhard Huber in seiner Praxis